Willkommen in der Welt der Teezeremonie.

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Tee gehört zu den populärsten Getränken der Welt. Es gibt eine schier unendliche Vielzahl köstlicher Teekompositionen, sodass wirklich für jeden Menschen der richtige Tee dabei sein dürfte. Tees sind gesund, wohlschmeckend und verbinden Menschen in entspannten Runden. Ob als loser Tee oder in Beuteln, heiß oder eiskalt – Tee ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. In diesem Artikel möchten wir Ihnen mehr darüber berichten, wie loser Tee die Welt eroberte, woher die weltweit bekanntesten Bezeichnungen für Tee stammen, welche Hauptsorten es gibt, wie sie zubereitet werden und vieles mehr. Gönnen Sie sich eine Auszeit, schnappen Sie sich ihre Lieblingstasse und genießen Sie einen aromatischen Tee während der Lesezeit.

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Teegeschichte: Woher kommt Tee?

Ursprungsland China

Hin und wieder stößt man auf die vermeintliche Tatsache, dass in China schon seit 5000 Jahren loser Tee getrunken wird. Einen passenden Beleg dafür zu finden, ist äußerst schwer, da es erst seit dem 8. Jahrhundert eine einheitliche Schriftweise für das chinesische Schriftzeichen für Tee gibt. Ältere Texte verwenden fast das gleiche Schriftzeichen mit einem zusätzlichen horizontalen Strich, welches daraus "bitteres Kraut" macht. Dadurch lässt sich häufig schwer herauslesen, ob damit Tee gemeint ist. Die frühesten erhaltenen Aufzeichnungen belegen jedoch, dass es schon 221 v. Chr. Unter der Qin-Dynastie eine Teesteuer gab. Tee muss als Getränk und regionales Handelsgut im südlichen China also lange genug existiert haben und beliebt genug gewesen sein, um ihn zu besteuern.

In den darauffolgenden Jahrhunderten entstanden erste Techniken, um Tee für den Transport haltbar zu machen. So konnte sich das Getränk aus den südchinesischen Gebieten immer weiter im Land verbreiten. Gleichzeitig wurde Tee in den verschiedenen Dynastien auch unterschiedlich zubereitet. Die chinesische Teezeremonie unterscheidet hierbei drei historische Schulen:

In der Tang-Dynastie (618-907) beispielsweise wurde pulverisierter Tee mit heißem Wasser aufgegossen und mit einer Prise Salz vermischt. Dies wird die "Schule des gesalzenen Pulvertees" genannt.

In der darauffolgenden Song-Dynastie (960-1279) wurde das Salz weggelassen, das Teepulver mit dem heißen Wasser jedoch mit einem Bambusbesen schaumig geschlagen. Diese Kunst nennt man die "Schule der geschäumten Jade."

Erst in der Ming-Dynastie (1368-1644) wurde loser Tee in Form von ganzen Blättern zum Standard ernannt. Hauptsächlich wurden in dieser Zeit Oolong-Tees oder Pu-Erh-Tees verwendet. Man nennt sie die "Schule des duftenden Blattes."

Tee in Japan

Tee spielt auch in Japans Kultur eine große Rolle. Einige der besten grünen Tees stammen aus Japan und bisweilen gibt es auch ein paar köstliche Schwarztees aus diesem Land. In Filmen und Serien wird gerne die komplizierte und gewissenhafte traditionelle japanische Teezeremonie dargestellt, welche mit ihrem Fokus auf perfekte Ausführung für die westliche Welt teilweise schwer nachvollziehbar ist. Fest steht, dass die Japaner erstmals zwischen 550-800 nach Christus Tee im eigenen Land angebaut haben. Historiker vermuten, dass buddhistische Mönche die Teepflanzen aus China geschmuggelt haben. Die Zen-Mönche begannen dann, Tee in ihren Klöstern anzubauen und die komplexe Teezeremonie als Hilfsmittel für die Erleuchtung zu entwickeln.

Teehandel mit Europa

Anfang des 17. Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahr 1610, begann die Niederländische Ostindien-Kompanie damit, Tee in die Niederlande zu importieren.  Dies geschah ausschließlich auf dem Seeweg. Das war jedoch immer eine lange und beschwerliche Aufgabe, die pro Lieferung sechs bis neun Monate andauerte. Außerdem war Tee, der auf dem Seeweg transportiert wurde, qualitativ nicht sehr hochwertig. Die salzige Seeluft, Modergeruch durch das nasse Holz und die Gerüche der anderen Fracht wie Gewürze oder Fisch können leicht von frischem Tee aufgenommen und dann beim Aufguss abgegeben werden. Fisch-Tee hat sich zurecht nicht bis in die Gegenwart durchgesetzt. Etwas Gutes hatte die Seelieferung allerdings. Auf diesem Wege wurde der erste Earl Grey produziert. Das ist schwarzer Tee, der mit Bergamotte-Öl aromatisiert wurde. Ob dies damals zufällig aufgrund unbedachter Lagerung auf hoher See passiert ist oder absichtlich gemacht wurde, um das Aufnehmen anderer Gerüche zu verhindern, ist allerdings nicht belegt. Wir haben für Sie Earl Grey-Tees mit hochwertigem Bergamotte-Öl in unserem Sortiment.

Die Niederländer lieferten zu dieser Zeit auch erstmals Tee an die Briten und nach Deutschland. Kurz darauf ging das Handelsmonopol mit China an die Britische Ostindien-Kompanie über. Diese hielten für knapp 200 Jahre das Monopol, welches 1834 endete. 1860 gelang es den Briten erstmals Tee in Indien zu kultivieren, nachdem ein paar Jahre zuvor eine eigene Abart der Teepflanze im Gebiet Assam entdeckt wurde. Dadurch wurden die Briten unabhängig von der chinesischen Teeproduktion. Die Camellia Assamica-Pflanze und ihre Abkömmlinge werden auch heute noch für ihren starken Geschmack vor allem für ostfriesische und englische Schwarztee-Mischungen bevorzugt.

Die Russen hatten es da etwas leichter. Sie bezogen ihren losen Tee ungefähr zur gleichen Zeit durch großes Handelskarawanen aus der Mongolei über das Festland. Dieser Tee war weitestgehend vor Witterung und aromatischer Trübung geschützt und dementsprechend qualitativ hochwertiger.

Tee und Cha: Warum es nur zwei Hauptbegriffe für Tee gibt

Schaut man sich die Wörterbücher der verschiedenen Sprachen unserer Welt an, fällt einem unweigerlich auf, dass wir für den Begriff Tee weltweit nur eine kleine Handvoll Wörter haben. Zum einen gibt es Tee, Thee, Thé, Tea, Té und weitere Abwandlungen davon, zum anderen haben wir Chá, Chai, Chay, Cay, Shay und ähnliche Bezeichnungen. Es gibt ganz wenige Ausnahmen hierzu, die hauptsächlich aus Ländern und Gebieten stammen, welche ihren eigenen Tee anbauen und nie auf den Teeimport angewiesen waren. Denn hier liegt des Rätsels Lösung für diese sprachliche Entwicklung: im Handel.

Das chinesische Schriftzeichen steht für das Wort Chá, was Tee in unserer Sprache bedeutet. Die Aussprache Chá ist sinitisch und wird im Großteil von China so verwendet. Händler, die ihren Tee über Land bezogen und über die berühmte Seidenstraße, eine der ältesten und bekanntesten Handelsrouten der Welt, welche Ost- und Zentralasien mit dem Mittelmeerraum verband. Transportierten, übernahmen das Wort Chá in ihren Wortschatz. Genauer gesagt übernahmen sie den Begriff Cháyè, was Teeblätter bedeutet. Daher hat ein Großteil der Welt den Begriff Chai für Tee.

Im Süden Chinas liegt die Provinz Fujian, welche einer der Haupthandelspunkte von Tee war und immer noch ist. Hier legten die Niederländer damals an und erwarben ihren Tee, den sie dann nach Europa importierten. Die Sprache, die dort verwendet wird, wird Min Nan genannt. Sie verwendet zwar teilweise ähnliche oder gleiche Schriftzeichen, ist ansonsten jedoch wenig mit sinitisch vergleichbar. Das gleiche Schriftzeichen wird dort Te ausgesprochen. So kam es, dass die niederländischen Händler und andere Handelspartner, die ihre Waren in der südchinesischen Küstenregion bezogen, das Produkt Tee nannten und diesen Begriff in die weite Welt trugen.

Was ist Tee?

Tee per Definition bezieht sich ausschließlich auf das heiße Aufgussgetränk der verarbeiteten Blätter der chinesischen oder indischen Teepflanze und ihrer Abkömmlinge. Die chinesische Teepflanze Camellia Sinensis, hierzulande auch Chinasaatpflanze genannt, ist die ursprüngliche Pflanze, auf der die gesamte Teekultur gegründet wurde. Die indische Teepflanze Camellia Assamica wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts in der indischen Provinz Assam entdeckt und wird seitdem dort und in vielen anderen Gebieten der Welt kultiviert. Sie ist kräftiger, robuster und wächst fast zu Baumgröße an.

Abgesehen von der ursprünglichen Definition bezeichnet man der Einfachheit halber jedoch auch alle weiteren heißen Aufgussgetränke, in denen Blätter, Knospen, Blüten, Wurzeln, Stängel, Früchte oder Samen von Pflanzen verarbeitet werden, als Tee. So kommt es, dass wir Kräutertee, Gewürztee und Früchtetee anbieten können, die eigentlich Infusionen oder teeähnliche Erfrischungsgetränke genannt werden müssten.

Die unterschiedlichen Teesorten

Ein Wort zur Qualität

In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen die verschiedenen übergeordneten Teesorten näher vorstellen. Die hier aufgeführten losen Tees von grünem Tee bis Pu Erh stammen ausschließlich von den beiden Teepflanzen und ihren Züchtungen (Kultivare genannt) ab. Das es qualitativ so große Unterschiede selbst innerhalb der Kategorien geben kann, liegt an mehreren Faktoren. Zum einen wäre da die Pflanze selbst. Es gibt eine Menge Kultivare, die in ihrem Kern immer noch der einen oder anderen Ur-Teepflanze zugeordnet werden können, jedoch vielleicht geschmacklich etwas ausgeprägter oder in den Anbaubedingungen genügsamer sind. Das Anbaugebiet beeinflusst ebenfalls die Qualität des Tees. Allgemein lässt sich sagen, dass Teesorten, die an Berghängen in Höhe von bis zu 2000 Metern angebaut werden, qualitativ hochwertiger sind. Das hängt mit den unterschiedlichen Witterungsbedingungen und der Bodenqualität zusammen.

Auch die Ernte und die Auslese spielen eine wichtige Rolle. Maschinell geernteter Tee wird meist auch maschinell weiterverarbeitet und behält manchmal nicht die gleiche Reinheit wie handgepflückter Tee. Die hochwertigsten Sorten werden oftmals im Frühling gepflückt, wobei hier nur die (un)geöffneten Knospen und die jüngsten beiden Blätter für diese Teesorten verwendet werden. Spätere Ernten pflücken auch ältere Blätter mit, während bei der maschinellen Ernte teilweise sogar Stängel mit in die Ernte gelangen können. Diese müssen dann aussortiert werden, da sie im Tee einfach nichts zu suchen haben.

Zuletzt hat natürlich auch die Weiterverarbeitung des Tees etwas mit der Qualität zu tun. Auch hier können die Blätter entweder per Hand gerollt und aufgebrochen werden oder mit Maschinen im Crush-Tear-Curl-Verfahren (zerbrechen, zerreißen, rollen) verarbeitet werden. Abhängig von der Blattgröße, den verwendeten Pflanzenteilen und anderen Faktoren gibt es hier eine ganze Liste an Abstufungen, in denen Teesorten nach Qualität kategorisiert werden können. Diese Liste findet zwar überwiegend auf grünen und schwarzen Tee Anwendung, wird allerdings vereinzelt auch bei anderen Sorten genutzt.

Herstellung und Zubereitung

Das Geheimnis, wie aus einer einzigen Pflanzenart entweder ein grüner, weißer, Oolong oder schwarzer Tee werden kann, liegt in der Zubereitung. Nachdem die Blätter gepflückt wurden, werden sie üblicherweise auf großen Welkmatten ausgelegt, um bei gleichbleibender Temperatur langsam und schonend zu trocknen, sodass sie welken. Dieser Vorgang kann acht bis zwölf Stunden dauern oder länger dauern, wobei rund 30% der Feuchtigkeit aus den Blättern gezogen wird. Dadurch werden diese schön geschmeidig und sind bereit für den nächsten Schritt. Hier werden die Blätter mithilfe einer großen Rolle gewalzt, was dafür sorgt, dass die Zellwände aufgebrochen werden. Dies leitet automatisch den nächsten und wichtigsten Schritt ein, die Fermentation. Durch die aufgebrochenen Zellwände gelangt Sauerstoff an die Pflanzenstoffe und reagiert mit ihnen. Das wird auch Oxidation genannt und sorgt für die dunkle Verfärbung der Blätter. Der Oxidationsgrad bestimmt, zu welcher Sorte man den jeweiligen Tee zählt. Dies wird gleich genauer in den jeweiligen Unterpunkten angesprochen.

Wenn Sie den Prozess in natura erleben möchten, schneiden Sie am besten einen Apfel auf und lassen ihn für einige Minuten liegen. Dies ist das gleiche Prinzip – die Säfte des Apfels reagieren mit dem Sauerstoff aus der Umgebung (oxidieren) und färben den Apfel braun. Nur, dass diese Verfärbung bei Äpfeln selten als Qualitätssteigerung bezeichnet wird.

Im Anschluss werden die Blätter schonend getrocknet, um möglichst viel Feuchtigkeit daraus zu ziehen. Nun werden die Blätter noch nach Größe, Qualität und Geschmack sortiert und dann können Sie verpackt werden.

Für die Zubereitung von Tee empfiehlt sich übrigens immer gefiltertes Wasser. Je weniger Stoffe von sich aus im Wasser sind, desto mehr herausgeschwemmte Pflanzenstoffe, also Geschmacksträger, kann es aus dem Tee aufnehmen. Außerdem haben manche Teesorten die Angewohnheit, ziemlich stark mit Kalkablagerungen oder manchen Mineralien zu reagieren, was zu hässlichen braunen Flecken oder einer Geschmackstrübung führen kann.

Die meisten Teesorten lassen sich mehrmals aufgießen. Hierfür empfiehlt sich natürlich ein Sieb. Wir haben als praktische Lösung ein großes Teeglas mit herausnehmbarem Sieb und Deckel. Gießen Sie einfach heißes Wasser ein, lassen Sie den Tee ziehen und entnehmen Sie dann das Sieb. Hängen Sie es für den nächsten Aufguss einfach wieder in das Glas und lassen sie die folgenden Aufgüsse jeweils etwas länger ziehen. Auf diese Weise lassen sich bei grünem, weißem und Oolong Tee ruhig drei-vier Aufgüsse durchführen, die Ihnen jeweils neue spannende Aromen und Geschmackserlebnisse liefern. Schwarzer Tee lässt sich ebenfalls mehrfach aufgießen, allerdings kann das Erlebnis hier schon nach zwei-drei Aufgüssen nachlassen.

Schauen wir uns mal die einzelnen Fermentationsstufen und die daraus resultierenden Tees genauer an:

Grüner Tee

Grüner Tee ist quasi die Urform des Tees. Der Name bezeichnet einige der wohlschmeckendsten und gesündesten Teesorten der Welt. In China und Japan gehört grüner Tee quasi zu den Nationalgetränken. Einige der besten Grünteesorten der Welt kommen aus Japan. Grüner Tee wird, im Gegensatz zu den anderen Teesorten, nicht fermentiert. Nachdem die Blätter gepflückt wurden, werden sie auf Welkmatten ausgebreitet und anschließend kurz erhitzt. In China wird hierfür meist ein Wok verwendet, in Japan wird mit heißem Wasserdampf gearbeitet. Dies sorgt für ein sofortiges Schließen der Zellwände, sodass eine Oxidation nicht stattfinden kann. Der grüne Tee behält auf diese Weise seine volle frische und auch seine grüne Farbe. Die Blätter werden anschließend gerollt und dann im Heißluftofen getrocknet.

Grüner Tee ist auch die Grundlage für viele köstliche Aromasorten wie beispielsweise Jasmintee oder Rosenblütentee. Während des Welkens werden die losen Blätter statt auf einer Welkmatte in sogenannten Welktrögen gesammelt, wobei Jasminblüten untergemischt werden. Diese geben schon beim ersten Welkprozess ihr blumiges Aroma ab, wobei der Prozess je nach Sorte auch mehrmals wiederholt werden kann, bevor die Jasminblüten und der grüne Tee dann gemeinsam weiterverarbeitet werden. Für ein ganz außergewöhnliches Erlebnis empfehlen wir Ihnen die Dragon Pearls. Hierfür werden Jasminblüten liebevoll von Hand in mehrere Schichten grüner Teeblätter eingewickelt und dann getrocknet. Beim Aufgießen öffnen sich die Kugeln und geben ein intensives, frisch blumiges Aroma sowie die wertvollen ätherischen Öle der Jasminblüten frei. Probieren Sie den Tee am besten selbst aus.

Bei GAIWAN schreiben wir immer die optimale Teemenge, Wassertemperatur und Ziehzeit auf unsere Produkte, doch es lassen sich oftmals ein paar einheitliche Angaben merken. Bei der Zubereitung von grünem Tee ist vor allem die Wassertemperatur zu beachten. Diese sollte beim Aufguss nicht über 80°C liegen. Da grüner Tee unfermentiert ist, bedarf es keiner hohen Temperatur, um die Zellwände aufzubrechen und die Pflanzenstoffe freizusetzen. Im Gegenteil kann zu heißes Wasser dafür sorgen, dass zu viele Bitterstoffe auf einmal freigesetzt werden. Wenn Ihnen einmal ein grüner Tee zu bitter geschmeckt hat, dann lag es vermutlich einfach daran, dass er mit zu heißem Wasser aufgegossen und dann auch noch zu lange ziehen gelassen wurde. Von grünem Tee reichen im Allgemeinen 3-4 Teelöffel auf einen Liter heißes Wasser und die Ziehzeit für den ersten Aufguss sollte ca. zwei bis drei Minuten betragen.

Gelber Tee

Gelber Tee ist eine besonders seltene Sorte, da die Herstellung nur wenige Produzenten beherrschen. Er wird ausschließlich in China und überwiegend von Mönchen produziert, denen das traditionelle Wissen um die Herstellung noch nicht abhandengekommen ist. Das Geheimnis liegt darin, dass die handgepflückten Teeblätter in einem besonderen Tuch eingewickelt werden, bevor sie dann darin kurz erhitzt werden. Dieser Vorgang wird über mehrere Tage in regelmäßigen Abständen wiederholt und wird als "men huan" bezeichnet, was soviel wie "goldene Versiegelung" bedeutet. Er gibt dem Tee eine goldgelbe Färbung und lässt die Aromen richtig in den Tee einziehen, wodurch er reifer schmeckt. Gelber Tee ist dem grünen Tee am ähnlichsten und sollte dementsprechend genauso zubereitet werden.

Achtung: Aufgrund seiner Seltenheit ist gelber Tee recht kostspielig und leider auch nicht vor schäbigen Händlern gefeit. In Europa stößt man vereinzelt auf Händler, die grünen Tee als gelben Tee verkaufen. In Korea hingegen gibt es hingegen eine andere Art gelben Tee, der jedoch weder mit der chinesischen Version verwandt ist, noch auf ähnliche Weise zubereitet wird.

Weißer Tee

Weißer Tee gehört zu den edelsten Teesorten der Welt. Es gibt genau wie bei gelbem Tee nur eine Handvoll Sorten, die jeweils von Hand gepflückt und besonders behutsam verarbeitet werden. Es gibt eigene Kultivare wie Da Bai und Da Hao, welche ausschließlich für weißen Tee verwendet werden. Der Tee wird nur an wenigen Tagen im Frühjahr gepflückt. Für den Yin Zhen, auch unter dem Namen Silver Needle bekannt, werden nur die ungeöffneten Knospen verwendet. Diese sind noch von feinen weißen Härchen umhüllt – daher die Bezeichnung. Da die Knospe noch nicht ausgereift ist, ist das ein äußerst milder Tee, der unter Kennern sehr geschätzt wird.

Wir haben für Sie den Pai Mu Tan im Sortiment. Dieser weiße Tee wird direkt im Anschluss gepflückt und besteht aus einer Knospe und den zwei jüngsten Blättern. Dies gibt dem Tee ein intensiveres Aroma und einen volleren Geschmack, weshalb er von einigen Teegenießern sogar bevorzugt wird.

Weißer Tee befindet sich von der Fermentation her zwischen grünem Tee und Oolong Tee. Grüner Tee wird überhaupt nicht fermentiert, was bedeutet, dass eine Oxidation so gut wie irgend möglich verhindert wird. Weißer Tee hingegen wird äußerst schonend angebrochen, um eine minimale Oxidation zu verursachen, bevor er endgültig getrocknet wird. Das Ergebnis ist Teegenuss pur…

…sofern der Tee richtig zubereitet wurde. Auch hier gelten ähnliche Bedingungen wie für grünen Tee. Die Wassertemperatur sollte 80°C nicht überschreiten, drei-vier Teelöffel auf einen Liter Wasser sind ausreichend und die Ziehzeit sollte hier bei drei-vier Minuten für den ersten Aufguss liegen.

Oolong Tee

Oolong Tee ist der Mittelpunkt zwischen grünem und schwarzem Tee. Während grüner Tee überhaupt nicht fermentiert ist und schwarzer Tee vollständig fermentiert wurde, bieten Oolong Tees quasi die goldene Mitte. Oolong Tee bildet auch geschmacklich eine ausgewogene Mischung aus beiden Sorten. Teilweise schmeckt er grasig und mild, teilweise vollmundig und etwas herber. Abhängig vom Fermentationsgrad kann man Oolongs weiter kategorisieren. Bis zu einer Fermentation von ca. 45 Prozent spricht man von einem grünen Oolong. Diese orientieren sich auch in Farbe und Geschmack eher an grünen Tees. Oberhalb dessen, bis zu einer Fermentation von rund 70 Prozent, gelten sie als dunkle Oolongs und orientieren sich farblich und geschmacklich eher an schwarzem Tee. Alles oberhalb von 70 Prozent Fermentation zählt dann zu schwarzem Tee.

Es gibt köstliche Oolong-Varianten wie den Butterfly of Taiwan, welcher ein herrlich rauchiges Aroma hat und vergleichsweise dunkel ist. Außerdem haben wir auch einen hervorragenden Oolong Jasmintee im Sortiment. Eine persönliche Empfehlung des Autors dieser Zeilen ist unser Himalaya Rosenblüten Oolong. Wie der Name bereits verspricht, werden Sie beim Öffnen der Verpackung von einem frischen Rosenduft umschmeichelt, welcher den Tee auch geschmacklich äußerst fein und blumig begleitet. Ein absoluter Hochgenuss.

Für Oolong Tee gibt es eigens gezüchtete Kultivare der Camellia Sinensis. Diese haben größere Blätter. Im Gegensatz zu grünen Tees werden hierfür reifere Teeblätter gepflückt und verarbeitet. Um die Oxidation besser zu kontrollieren, werden die Teeblätter nach dem Welken vorsichtig geschüttelt, gerieben oder in großen Trommeln gedreht. Die korrekte Herstellung von Oolong Tee ist eine Kunst für sich.

Für die Zubereitung wird 90-100°C heißes Wasser benötigt. Durch die fortgeschrittene Oxidation braucht man die heißeren Temperaturen, um die Polyphenole aus dem Tee zu schwemmen. Die Ziehzeit variiert je nach Aufguss und persönlichem Geschmack. Es gibt kaum eine geschmacklich abwechslungsreichere Teesorte als Oolong. Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, begibt sich hier auf eine lange und genussvolle Reise in die weite Welt der Teevielfalt.

Schwarzer Tee

Lässt man den Tee lange genug fermentieren, wird er schwarz. Wer sich schwarzen Tee jedoch mal genauer anschaut, wird tatsächlich eher eine bräunliche oder rötliche Färbung erkennen. Lediglich die Blätter sind dunkelbraun bis schwarz, teilweise sogar leicht bläulich. In vielen Teilen Asiens wird schwarzer Tee aufgrund seiner rötlichen Färbung deshalb auch roter Tee genannt, was hierzulande wiederum meist auf Tee wie Rooibos oder Früchtetee Anwendung findet.

Schwarzer Tee ist in vielen Ländern die am häufigsten getrunkene Sorte. Die Engländer genießen ihren schwarzen Tee bekanntlich gerne mit Milch, in der Türkei gibt es Çay mit Zucker oder Honig an jeder Ecke. In Deutschland ist schwarzer Tee mit über 70% die meistgekaufte Sorte überhaupt. Wir sind für unsere kräftigen und aromatischen Ostfriesenmischungen bekannt, die man häufig mit Milch und Kandiszucker genießt. Es gibt eine Vielzahl bekannter Schwarzteesorten wie Darjeeling, Assam oder Ceylon, die nach den jeweiligen Anbaugebieten benannt wurden und entweder pur genossen oder für köstliche Mischungen verwendet werden. Earl Grey, ein schwarzer Tee, der mit hochwertigem Bergamotte-Öl verfeinert wurde, wird weltweit als Köstlichkeit betrachtet. Weiterhin wird schwarzer Tee als Basis für eine unüberschaubare Vielfalt an Tees verwendet. Es werden die unterschiedlichsten Aromen hinzugefügt, von denen schwarzer Tee mit Vanille noch zu den klassischeren Sorten gehört. Man kann ihn mit Früchten mischen wir unseren Schwarztee Apfel-Zimt, oder mit Gewürzen wie unseren Black Energy Tee. Wir haben sogar koffeinfreien schwarzen Tee für Sie im Sortiment. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Schwarzer Tee wird grundsätzlich mit sprudelnd heißem Wasser aufbereitet, da niedrigere Temperaturen nicht ausreichen, um den Großteil der Pflanzenstoffe auszuschwemmen. Auch hier reichen 3-4 Teelöffel Tee auf einen Liter heißes Wasser. Die Ziehzeit sollte zwischen 3-5 Minuten für den ersten Aufguss betragen. Weitere Aufgüsse sind zwar möglich, doch oftmals verlieren schwarze Tees schneller an Geschmack als beispielsweise grüner Tee oder Oolong. 

Pu Erh Tee

Pu Erh Tee wird von vielen Teekennern als Königsklasse der Tees bezeichnet. Diese Teesorte unterscheidet sich in ein paar Punkten von allen anderen Sorten. Pu Erh Tee wird ausschließlich von wildwachsenden Teebäumen gepflückt. Er wird in eine Form gepresst und dann teilweise für Jahre ruhen und reifen gelassen. Auf diese Weise findet eine schonende Fermentation statt. Im alten China wurde Pu Erh Tee sogar als Zahlungsmittel verwendet, welches gegen Gold aufgewogen wurde. Auch heutzutage gilt Pu Erh Tee wieder als Investition mit hoher Wertsteigerung, der vielfach lieber gesammelt, als tatsächlich getrunken wird. Ähnlich wie bei guten Weinen gibt es hier verschiedene Jahrgänge, wobei das Alter den Preis ordentlich nach oben treibt. Die ältesten und wertvollsten Sorten reifen ganze 150 Jahre und länger. Echter Pu Erh Tee, der diesen Namen auch tragen darf, stammt ausschließlich aus der chinesischen Region Yunnan, genauer gesagt aus der Präfektur Pu’er.

Pu Erh Tee wird in China als echter schwarzer Tee bezeichnet, denn er ist üblicherweise sehr dunkel und dickflüssiger als normale Tees. Man unterscheidet bei Pu Erh zwischen grünem Pu Erh und dunklem Pu Erh Tee, wobei ersterer ohne Fermentierung in Form gepresst und gelagert werden. Die andere Variante wird auf besondere Weise verarbeitet, was unter anderem sogar den Alterungsprozess künstlich beschleunigen kann. In diesem Zusammenhang werden die Bezeichnungen Shou Pu Erh (fast ripe, künstlich gereift) und Seng Pu Erh (natürlich gereift) verwendet.

Da Pu Erh Tee so abwechslungsreich ist, kann diese Teesorte äußerst vielfältige Geschmäcker annehmen. Manche Sorten schmecken leicht erdig oder bitter, hinterlassen jedoch einen feinen süßen Nachgeschmack. Sie können blumig oder fruchtig schmecken oder eine ausgeprägte Kräuternote besitzen. Ihnen allen ist eine Kampfernote gemein. Dunkle Pu Erhs schmecken eher weich und säurearm.

Loser Tee oder Teebeutel – was ist besser?

Kaffeetrinker und Teegenießer haben ein beliebtes Diskussionsthema gemein: die Art der Zubereitung. Kaffeetrinker genießen ihr dunkles Heißgetränk aus der French Press Kanne, dem sündhaft teuren Kaffeevollautomaten, der guten alten Filtermaschine oder sogar dem aufsetzbaren Tassenfilter. Dann gibt es noch die unter Kaffeeliebhabern eher belächelten oder gar verschmähten Kapsel- oder Kaffepad-Maschinen. Teetrinker haben hier nicht ganz so viel Auswahl. Tee wird entweder als loser Tee oder in Teebeuteln gekauft, wobei letztere unter den selbsternannten Kennern häufig mit Kaffeekapseln gleichgesetzt werden. Doch sind Teebeutel tatsächlich qualitativ so schlecht, wie gerne behauptet wird? Setzen wir uns einmal mit der Kultur der Teezubereitung auseinander.

Teebeutel

Teebeutel gibt es erst seit 1908 und sind eher durch Zufall als beabsichtigt entwickelt worden. Der Teehändler Thomas Sullivan wollte kleine Teeproben an seine Kunden verschicken, weshalb er die Menge für eine Tasse in kleine Seidenbeutel verpackte. Die Kunden nahmen die Beutel so wie sie sind, schlussfolgerten, dass der Tee so zubereitet werden sollte und tunkten sie vollständig in das heiße Wasser. Das war revolutionär, da zuvor für die Teezubereitung grundsätzlich eine zweite Teekanne nötig war, um die losen Teeblätter abzuseihen und den Tee umzufüllen. Die Urform des Teebeutels war geboren. Nach der anfangs positiven Aufnahme in der teegenießenden Bevölkerung tauchten jedoch schon bald die ersten Nachahmer auf, die allerdings in ihren Teebeuteln keine hochwertigen Teeproben, sondern minderwertige Kräuter und buchstäblich krümeligen Abfall verpackten, um Kosten zu sparen. Schnell geriet der Teebeutel in Verruf, dass er bzw. sein Inhalt qualitativ minderwertig sei. Dieses Argument hat sich bis heute gehalten.

Wir können das Argument zumindest in ein paar Punkten entkräften. Die heutige Teebeutelproduktion enthält keinen per se schlechten Tee oder Abfälle, sondern hauptsächlich für die Teebeutelproduktion optimierte Teelösungen. Es gibt eine Handvoll großer Teebeutelproduzenten alleine hier in Deutschland, die ein schier unüberschaubares Produktionsvolumen an den Tag legen müssen. Gehen Sie Spaßeshalber mal in ihren nahegelegenen Supermarkt und suchen Sie dort das Teeregal auf. Wie viele Marken finden Sie dort? Wie viele verschiedene Teesorten finden Sie und wie viele Packungen stehen in einer Reihe hintereinander? Nun gehen Sie im Kopf einfach mal durch, wie viele Supermärkte Sie in ihrer Gegend kennen und multiplizieren Sie diese Zahlen. Klingt nach einer Menge? Versuchen Sie mal hochzurechnen, wie viele Supermärkte aller bekannten größeren und kleineren Ketten es alleine in ihrer Stadt gibt. Wer das weiterrechnen möchte, findet nach kurzer Suche heraus, dass Deutschland allein über 12400 Gemeinden und Städte besitzt – alle voll mit Tante-Emma-Läden und kleinen und großen Supermärkten, die alle diese Teebeutel im Laden stehen haben. Viele der Hersteller liefern auch ins Ausland, sodass die Produktionslast sich noch weiter steigert. Diese Produktion ist nicht einmalig, sondern wird konstant aufrechterhalten.

Rechnet man alles zusammen, kommt man zu dem Schluss, dass nicht alle Teebeutel, auf denen Ceylon draufsteht, auch 100% Ceylon beinhalten können – schon, weil sie gar nicht genügend Ceylon-Tee beziehen können. Gerade für schwarzen Tee wird hin und wieder zusammengemischt, was gerade verfügbar ist, wobei darauf geachtet wird, dass ein überwiegender Prozentsatz dem angepriesenen Tee auf der Verpackung entspricht.

Das heißt jedoch nicht, dass der verpackte Tee qualitativ minderwertig ist. Die bezogenen Tees können prinzipiell, würden sie lose und in Blattform verkauft werden, wirklich eine hohe Qualität aufweisen. Doch in Teebeuteln befinden sich fast ausschließlich sogenannte Fannings (ca. 1 mm große Blattreste) und Dust (gesiebtes Teepulver). Diese Blattreste sind so klein, dass sie nur wenige Pflanzenstoffe enthalten, was wiederum dazu führt, dass Beuteltee viel länger ziehen muss als loser Tee, um genug Geschmack zu haben.

Viele der in Beuteln angepriesenen Tees enthalten außerdem Aromastoffe. Auch hier ist wieder nicht die böse Absicht des Anbieters, sondern technische Limitation der Grund. Nehmen wir als Beispiel einen Erdbeer-Brombeer-Tee. Beide Beerensorten sind zum einen saisonbedingt nicht das ganze Jahr über verfügbar oder in dem Fall unverhältnismäßig teuer. Es wäre technisch sogar möglich, sie genügend klein zu raspeln, um sie in Teebeuteln abzufüllen, doch die Beutelmaschine macht dem Unterfangen hier einen Strich durch die Rechnung.

Früchte sind bekanntlich voller Fruchtzucker, welcher bei dieser Prozedur schnell die kleinen Fruchtteilchen zusammenklumpen ließe. Das sähe dann nicht nur unschön aus, sondern würde auch noch die Maschine verstopfen. Als Lösung nehmen die Hersteller also eine neutrale Teemischung als Grundlage und fügen natürliche oder künstliche Aromen und Farbstoffe hinzu. So erhält Erdbeer-Brombeer-Tee eine köstliche Farbe und den fruchtigen Geschmack und kann zuverlässig von einer Maschine in den Teebeutel portioniert werden.

Dennoch sind Teebeutel weltweit beliebter denn je. Sogar in den Ländern, aus denen der Tee ursprünglich stammt, werden sie in rauen Mengen exportiert. Der Teebeutel, wie wir ihn kennen, der sogenannte Doppelkammerbeutel, ist eine Erfindung des deutschen Ingenieurs Adolf Rambold. Dieser entwickelte den Beutel 1929. Ein paar Jahrzehnte später wurde das Patent aufgehoben, sodass auch andere Hersteller diese Beutel produzieren dürfen. Speziell in Japan beispielsweise sind Kräutertees in Beuteln sehr begehrt, da dort hauptsächlich grüner und schwarzer Tee produziert wird. Und wer kann es ihnen verübeln? Das Land der wohl komplexesten Teezeremonie wird auch immer schnelllebiger. Da kommt einem ein kleiner Beutel frischer Tee hin und wieder gerade recht. Heutzutage wird Tee in vielen Fällen ähnlich wie Kaffee getrunken – als leckeres Getränk für zwischendurch, welches man auch mal trinkt, während man gerade mit anderen Dingen beschäftigt ist. Mit Teebeuteln ist man unabhängig von langwierigen Prozeduren der Teezubereitung. Einfach Tasse, Beutel und heißes Wasser in der Reihenfolge verwenden, fertig.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Teequalität von Beuteltees nicht pauschal schlechter ist als von losem Tee. Sie unterliegt jedoch maschinellen Beschränkungen und einer hohen Produktionsmenge, die gehalten werden muss, sodass man vereinzelte Abstriche in Kauf nehmen muss. Teebeutel haben allgemein eine längere Ziehzeit als loser Tee und können selten ein zweites Mal aufgegossen werden, da die ohnehin schon geringe Menge des Tees beim ersten Aufguss alle Aromastoffe abgegeben hat. Zudem sind Beuteltees, speziell die fruchtigen Varianten, oftmals mit Aromen versetzt und enthalten keine tatsächlichen Früchte.

Dazu wird noch der Inhalt des Beuteltees meist für die Ansprüche der Zielgruppe bewusst optimiert: Die Zubereitung sollte einfach und verlässlich sein. Während wir für bestimmte lose Tees wie dem Japan Bancha eine Wassertemperatur von 70-80°C empfehlen, kann bei Beuteltees stets kochend heißes Wasser verwendet werden. In einem Restaurant wird auch das Wasser aus der Dampfdüse der Espressomaschine verwendet. Bei vielen Darjeeling Tees wie dem Seeyok sollte die Ziehzeit von zwei Minuten nicht überschritten werden, da der Tee sonst ungenießbar wird. Bei Beuteltees muss die Ziehzeit nicht so genau beachtet werden, sodass auch die doppelte Ziehzeit den Geschmack nicht kippt. Die anspruchslose und damit komfortable Zubereitung des Beuteltees wird durch Verzicht auf viele Geschmacksnuancen erreicht, auf die der komfortliebende Konsument gerne verzichtet.

Loser Tee

Tee ist erst seit ein paar hundert Jahren in der westlichen Welt bekannt und beliebt. Vielfach hat sich die landeseigene Teekultur erst über die Adelshäuser und gutbürgerlichen Familien etabliert, bis der Handel so ausgereift war, dass Tee auch für normale Bürger erschwinglich wurde. So hatte loser Tee seit jeher eher den Ruf des Extravaganten, des gehobenen Geschmacks, der Geselligkeit. Wer Tee trank, nahm sich Zeit, ihn zu genießen. Die Aufbereitung war Teil des Rituals und ist es bei vielen Teegenießern bis heute.

Loser Tee ist weltweit immer noch die beliebtere Art, Tee zu genießen. Viele Länder haben ihre ganz eigene Teekultur entwickelt, teilweise mit eigenen Geräten für die Teezubereitung wie dem Samowar in Russland oder dem Çaydanlık in der Türkei. Die chinesische Zubereitung, die auch hierzulande unter Teeliebhabern Anklang findet, umfasst ein großes Set aus Kannen oder Gaiwan (eine gedeckelte Schale mit Untertasse, wie auf unserem Logo zu sehen – zur Unterscheidung wird die Teemarke GAIWAN deshalb in Großbuchstaben geschrieben), dem Wasserkessel, mehreren Schalen und anderen Gefäßen für das Aroma oder den Anblick der Blätter, das passende Sieb, zusätzliche Löffel und eine Zange und noch mehr. Die traditionelle japanische Teezeremonie ist eine Wissenschaft für sich. In Großbritannien gibt es den berühmten Five-o-Clock-Tea und andere Teezeiten, an denen bestimmte Tees mit bestimmten Snacks in Ruhe oder in geselliger Runde serviert werden. Dort wurden damals auch die Kaffeehäuser Stück für Stück mit Tee ausgestattet oder gleich ganz zu Teehäusern umfunktioniert und – da Frauen zu diesen Häusern allgemein keinen Zutritt hatten – eigens Teegärten eröffnet, bei denen der Tee von Frauen im Freien bei lieblicher Musik genossen werden konnte.

Mit der Entwicklung des Teebeutels konnte Tee nun nicht nur noch kostengünstiger erworben werden, sondern auch viel schneller und unkomplizierter zubereitet werden. Das war vorteilhaft für jene, die auf ihren Tee nicht verzichten wollten, aber sich nicht genügend Zeit für die Zubereitung nehmen konnten. Wir haben für dieses Zeitproblem der Teezubereitung mit losem Tee eine andere praktische Lösung gefunden: Unser großes Teeglas mit herausnehmbarem Sieb und Deckel. Das hochwertige, rostfreie und spülmaschinenfeste Sieb aus gesandetem Edelstahl sitzt perfekt auf dem 500 ml (Nutzvolumen) fassenden Glas mit Henkel auf und kann mit losem Tee befüllt werden. Die oben offene Form lässt dem losen Tee genug Freiraum, um sich zu entfalten, was sowohl für das Aroma als auch fürs Auge ist. Ein gutes Beispiel hierfür ist unser Oolong-Tee Butterfly of Taiwan. Auf den ersten Blick nimmt der lose Tee nur wenig Platz im Sieb ein, doch gießt man heißes Wasser drüber und lässt ihn für wenige Minuten ziehen, entfalten sich die Blätter und füllen gut die Hälfte des Siebes aus, während sich der aromatische Duft anregend im Raum verteilt. Wenn der Tee genug gezogen ist, stellen Sie das Sieb auf den Deckel. Das ist besonders praktisch, wenn Sie den verwendeten Tee mehrmals aufgießen möchten. Hängen Sie das Sieb dafür wieder in die Tasse und gießen Sie erneut heißes Wasser darüber.

Loser Tee hat in geschmacklicher und optischer Sicht ein paar Vorteile, die davon stammen, dass er eben nicht maschinell verarbeitet werden muss. Ein wichtiger Unterschied zum gebeutelten Tee ist der Umstand, dass man echte Früchte nehmen kann. Natürlich gibt es auch lose Tees, die mit Fruchtaroma versetzt sind, doch bestehen lose Früchtetees üblicherweise aus getrockneten Fruchtstücken, wie beispielsweise unser köstlicher Tee Fruchtige Melone. Diese schmecken nicht nur natürlicher, sondern sehen auch in der Tasse schmackhaft aus. Loser Tee wird oftmals nämlich nicht nur für einen optimalen Geschmack zusammengestellt, sondern gerne auch fürs Auge aufbereitet. Dem einen oder anderen schwarzen Tee werden farbliche Blütenblätter als Akzente untergemischt, wie beispielsweise unserem Earl Grey Blue Star. Das Auge trinkt in diesem Fall mit.

Ein weiterer Vorteil des losen Tees ist, dass man ihn genau nach den eigenen Vorlieben zubereiten kann. Teebeutel enthalten eine maschinell festgelegte, unveränderliche Menge an Tee, die genau für eine Tasse und einen Aufguss reicht. Wer seinen Tee stärker mag, muss ihn entweder ewig ziehen lassen oder einen zweiten Beutel in die Tasse quetschen. Losen Tee hingegen können Sie genau so portionieren und ziehen lassen, wie es ihnen beliebt. Auf der Verpackung stehen zwar immer Zubereitungsempfehlungen, aber jeder Mensch ist individuell. Die einen mögen ihren schwarzen Tee so stark, dass die Gerbstoffe sich wie ein Film im gesamten Mund-Rachenbereich niederlegen, während andere eine weichere Zubereitung bevorzugen. Hinzu kommt, dass loser Tee üblicherweise aus größeren Pflanzenteilen als Beuteltee besteht. Es gibt hier unterschiedliche Blattgrade und Qualitätsmerkmale, doch alles läuft vor allem darauf hinaus, dass hochwertiger loser Tee sich in den meisten Fällen problemlos mehrmals aufgießen lässt und Ihnen jedes Mal andere Aromen und Geschmacksnuancen präsentiert.

Das Fazit

Beuteltee und loser Tee lassen sich kaum im Wettstreit miteinander messen. Von direkter Qualität mal abgesehen sind die meisten Präferenzen immer rein subjektiver Natur. Es heißt nicht umsonst "über Geschmack kann man nicht streiten." Kann man schon, es hat jedoch in den seltensten Fällen eine Bekehrung oder Änderung der Meinung zur Folge.

Loser Tee und Teebeutel werden oftmals aus verschiedenen Gründen bevorzugt. Die einen lieben Beuteltee, weil sie losen Tee noch nie probiert haben und sich somit gar kein Urteil über die andere Zubereitung bilden konnten. Andere bevorzugen Beuteltee einfach, weil er unkompliziert und schnell aufzugießen ist.

Seit ein paar Jahren gibt es die sogenannten Pyramidenbeutel auf dem Markt. Diese sind größer und lassen somit auch größere Blattstücke oder echte Fruchtstückchen zu. Der Inhalt des Beutels ist besser sichtbar, sodass höherwertige Zutaten auch der Optik wegen verwendet werden müssen. Doch auch bei diesem Beutel hat der Inhalt einen eingeschränkten Bewegungs- und Entfaltungsraum. Dazu kommt noch, dass die Beutel oft aus Biokunststoff bestehen und somit Mikroplastik abgeben können.

Für viele Menschen ist Tee ein Genussmittel wie jedes andere, dem keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt wird, solange er schmeckt. Ihre Antwort auf die Frage "Tee?" lautet immer "Ja, bitte" und nicht "im Beutel oder lose?" Manche Teesorten gibt es schlicht auch nur in Teebeuteln zu kaufen – oder zumindest muss man nicht ewig danach suchen.

Loser Tee wird hingegen überwiegend von denjenigen bevorzugt, die Tee bewusst genießen möchten. Tee kann so vielseitig und abwechslungsreich sein. Es gibt für jede Stimmung und jede Situation, für jede Speise und häufig auch für die unterschiedlichsten Zipperlein einen passenden Tee. Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit, in der alles immer sofort erledigt werden muss, Essen und Trinken am besten To Go oder schnell nach Hause geliefert, verschlungen, während man Nachrichten schaut oder Arbeits-E-Mails beantwortet, weil man keine Zeit für eine richtige Pause hat, ist es einfach wichtig, sich gelegentlich genau diese Pause zu gönnen. Nicht umsonst sprießen überall Fitness- und Gesundheitsblogs wie Pilze aus dem Boden, gibt es Yoga-Kurse an jeder Ecke, etc. Mit einer sorgfältig aufgebrühten Tasse frischem, losem Tee, dem Sie beim Entfalten seiner Blätter zuschauen können und dessen wohltuenden und entspannenden ätherischen Öle Sie schon beim Ziehen einatmen, kann genau diese wohlverdiente Ruhe und Ausgeglichenheit bringen.

Ein finales Urteil möchten wir an dieser Stelle also nicht aussprechen. Beuteltees haben definitiv ihre Berechtigung, denn Tee, egal wie er zubereitet wird, ist immer besser als kein Tee. Wenn Sie es eilig haben, ist ein kleiner Beutel die praktische und zeitsparende Lösung. Alternativ bietet sich hier unser großes Glas mit Sieb und Deckel an, welches sogar noch den Vorteil hat, dass loser Tee kürzere Ziehzeiten hat als Beuteltee. Wenn Sie jedoch einfach mal Abschalten und sich eine Auszeit gönnen wollen – nur Sie, ihr Tee und vielleicht ein gutes Buch – dann ist loser Tee und die dazugehörige Prozedur sicherlich die richtige Wahl für Sie.

Wie gesund ist Tee?

Das wichtigste Vorweg: Nichts von dem, was wir hier zu den gesundheitlichen Aspekten schreiben, stellt in irgendeiner Weise einen gesundheitlichen Rat dar. Wir teilen lediglich die uns bekannten Informationen. Wenn Sie Tee aus einem gesundheitlichen Grund trinken möchten, empfehlen wir grundsätzlich, sich die Meinung von Fachpersonal wie ganzheitlichen Heilpraktikern oder Ärzten einzuholen.

Das Internet ist voller Fragen wie "Ist Tee gesund?" oder "Welcher Tee ist gut zum Abnehmen?" Diese Fragen sind vollkommen berechtigt und werden, wie alles im Netz, kontrovers betrachtet. Manche Seiten schwören auf die heilenden Wirkungen, die allen Tees innewohnen, weil schon die traditionelle chinesische Medizin diese seit Jahrtausenden anwenden, während andere Seiten alles als ausgemachten Humbug deklarieren, der bestenfalls einen Placebo-Effekt hat, weil es nur wenige verifizierte Studien dazu gibt. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. In diesem Abschnitt befassen wir uns also mit den möglichen gesundheitlichen Vor- und Nachteilen des häufigen Teekonsums.

Die Teepflanze hat einen entscheidenden Vorteil für uns: Sämtliche Inhaltsstoffe sind in stark wasserlöslicher Form gespeichert. Rund 30% der Wirkstoffe lösen sich im Aufguss und gelangen in unseren Körper, wo sie von unserem Körper gut aufgenommen werden. Im Gegensatz dazu müssen viele andere Pflanzen gegessen werden, damit wir deren Wirkstoffe in ausreichender Menge aufnehmen können.

Teein oder Koffein?

In unserer Gesellschaft ist es sehr einfach geworden, an Koffein zu gelangen. An jeder Ecke gibt es ein Geschäft, welches einem Kaffee in allen Größen und Zubereitungsarten anbietet, im Supermarkt findet man sowohl kalte Milchkaffeegetränke als auch Bohnenkaffee zum Selbstaufbrühen, sowie koffeinhaltige Erfrischungsgetränke. Den wenigsten Konsumenten ist bewusst, dass auch Schokolade Koffein enthält, da Kakaopulver koffeinhaltig ist. Je dunkler die Schokolade, desto höher der Koffeingehalt.

In den letzten Jahren tauchten vermehrt anregende Teegetränke auf, die meist gekühlt angeboten werden. Diese enthalten oftmals Mate, Matcha, Guarana, Guayusa oder eine Kombination aus all diesen Zutaten. Sie versprechen den natürlichen, langanhaltenden und gesunden Wach-Mach-Kick ohne Koffein. Man bezieht sich hierbei gerne auf das Teein, welches einen ähnlichen Effekt wie Koffein haben soll, der jedoch länger anhält. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit.

Das Teein ist chemisch gesehen exakt der gleiche Wirkstoff wie Koffein. In der chemischen Zusammensetzung gibt es keinen Unterschied – Teein und Koffein sind dasselbe. Dennoch stimmt es auch, dass dieser Wirkstoff in Verbindung mit Tee und auch vielen Kräuterpflanzen eine andere Wirkungsweise hat wie Koffein aus der Kaffeebohne. Das hat mit der Herstellung der jeweiligen Rohstoffe zu tun.

Wie wirkt Koffein?

Kaffeebohnen werden über einen langen Zeitraum geröstet. Sie verlieren dadurch den Großteil ihrer Gerbstoffe, welche normalerweise das Koffein an sich binden. Der Kaffee wirkt dadurch viel schneller im Körper und wird beim Kaffee in durchschnittlich 30 Minuten vollständig aufgenommen. Menschen, die Kaffee nicht gewöhnt sind, fühlen sich häufig von dem plötzlichen Koffeinüberschuss nervös, zittrig und überdreht. Die gute und gleichzeitig auch schlechte Nachricht ist aber, dass die Wirkung auch genauso schnell wieder nachlässt, sobald das Koffein abgebaut wurde. Dies führt zum berüchtigten Koffein-Crash, einem plötzlichen Absacken der Energie, was sich unterschiedlich stark auf Menschen auswirken kann. Manche fühlen sich einfach plötzlich schlapp und müde, andere werden plötzlich gereizt.

Im Gegensatz dazu wird Tee viel schonender zubereitet und wirkt auch langanhaltender. Der Prozess der Fermentierung geht langsam und behutsam voran, die abschließende kurze Erhitzung versiegelt lediglich die Zellwände, ohne die Blätter vollständig zu rösten. Ein Großteil der Gerbstoffe bleiben somit sowohl bei grünem, als auch gelbem, weißem, Oolong und schwarzem Tee erhalten. Die Gerbstoffe binden das Koffein und müssen erst vom Körper abgebaut werden. Das ist ein Prozess, der sich über mehrere Stunden hinzieht, in dem kontinuierlich geringe Mengen Koffein ans Blut abgegeben werden. Als Folge dessen fühlt man sich durch das Koffein im Tee über einen längeren Zeitraum entspannter und fokussierter, ohne sich nervös zu fühlen. Da das Koffein genauso seicht wieder abebbt wie es aufgenommen wird, gibt es auch kein plötzliches starkes Absacken.

Das gleiche passiert auch bei Guarana und anderen Pflanzen, die Koffein enthalten. Deshalb sind Bio-Energy-Drinks heutzutage so weit verbreitet. Sie machen sich die natürlichen Eigenschaften von Tee zunutze, um angenehm fokussiert zu halten.

Welcher Tee hat mehr Koffein?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, da der Koffeingehalt auch von der jeweiligen Züchtung, aber auch dem Anbau und der Ernte abhängig ist. Unser köstlicher Japan Bancha beispielsweise ist ein leichter grüner Tee mit dezenter Bitternote, der über wenig Koffein verfügt. Der Japan Sencha hingegen schmeckt seichter, hat aber auch deutlich mehr Koffein. Beide Tees stammen von derselben Plantage, doch der Sencha wird im Frühjahr geerntet, der Bancha erst danach. Je jünger die Triebe und Knospen noch sind, desto mehr Koffein enthalten sie. Grüner Tee wie Matcha beispielsweise verfügt über mehr Koffein als Kaffee, doch das ist eher die Ausnahme.

Beim schwarzen Tee ist durch die Fermentation bereits einiges an Koffein verloren gegangen. Vergleicht man mal die reinen Zahlen, so enthält eine Tasse schwarzer Kaffee rund 120-150 mg Koffein. Eine Tasse schwarzer Tee enthält im Durchschnitt nur 20-50 mg Koffein. Das ist praktisch, um auf den frühen Nachmittag noch einmal ein wenig Energie für die letzten paar Arbeitsstunden zu tanken. Matcha kommt auch schon mal auf 250 mg Koffein pro Tasse.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Loser Tee verfügt in all seinen Formen über eine beträchtliche Palette an interessanten Inhaltsstoffen. Sie alle hier aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen, deshalb gehen wir etwas allgemeiner an das Thema heran.

Tee wird schon seit vielen Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin als Heilmittel für alles Mögliche verwendet. In vielen Ländern gehört es zur Kultur und einer gesunden Lebensweise dazu, täglich mehrere Tassen Tee zu sich zu nehmen, wobei die Ansichten darüber, wie viel Tee getrunken werden sollte, stark auseinander gehen. In manchen Ländern wie China, Japan wird hauptsächlich grüner Tee getrunken. Andere Länder wie die Türkei und England sind für ihren Schwarzteekonsum bekannt. Hierzulande wurden, mangels echten Tees, vor allem Kräuterauszüge für unterschiedlichste Heilwirkungen verwendet. Beinahe alles, was in unseren Wäldern, auf den Feldern und an Wegesrändern so blüht, wurde in den letzten Jahrhunderten ausprobiert und entsprechend der beobachteten Heilwirkung weiterempfohlen, lange bevor Wissenschaftler die chemischen Inhaltsstoffe der Pflanzen bestimmen konnten. Es gibt Kräutertees zum Entspannen, gegen Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten, gegen Halsschmerzen oder für einen besseren Schlaf. Manche der Kräuter haben mehrere positive Eigenschaften und finden auf diese Weise Verwendung in den unterschiedlichsten Kräuterteemischungen.

Früchte hingegen haben oftmals weniger spezielle gesundheitliche Vorteile, sondern sind hauptsächlich reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Hier kommt jedoch ein Problem auf, welches gerne übersehen wird: Um Früchtetee und Kräutertee zu einem sicheren Lebensmittel zu machen, müssen diese mit 100°C heißem Wasser aufgegossen werden. Diese Temperatur tötet die vorhandenen Mikroorganismen ab, die eventuell noch lebendig sind – und zerstört im gleichen Zuge auch viele der Vitamine und Spurenelemente. Die übrig gebliebene Menge davon ist so überschaubar, dass sie kaum einen großen Effekt auf einen ausgewachsenen Körper hat. So große Mengen Tee könnte man nicht trinken, um damit einen nennenswerten Unterschied zu machen. Was bleibt ist also ein köstliches, aromatisches und erfrischendes Heißgetränk.

Für eine ausreichende Menge an Vitaminen und Mineralstoffen sind frisch gepresste Säfte, ganzes Obst oder köstliche Smoothies hier definitiv die bessere Wahl.

Echter Tee von der Teepflanze hat, zumindest in der Form von grünem Tee, den Vorteil, dass er nicht mit 100°C aufgegossen werden muss. Die niedrigere Temperatur lässt Vitamine und Mineralstoffe unbeschadet, sodass diese im Körper verarbeitet werden können. Am besten schneidet hier allerdings der Matcha ab, da die Pflanzenstücke vollständig pulverisiert mit Wasser aufgegossen und mitgetrunken werden. Auf diese Weise nimmt der Körper am meisten Spurenelemente auf.

Ätherische Öle

Die Teepflanze, sowie die meisten Kräuter, haben eine große Anzahl ätherischer Öle. Alleine in der Camelia Sinensis sind über 300 unterschiedliche ätherische Öle enthalten. Sie sind einer der Gründe, weshalb Tee so aromatisch riecht. Bekannte Beispiele für Kräutertees mit einem starken Anteil ätherischer Öle sind Melisse und Pfefferminze. Schließen Sie kurz die Augen und stellen Sie sich für einen Augenblick vor, eine heiße Tasse frisch aufgegossenen Pfefferminztee in Händen zu halten. Können Sie den markanten, erfrischenden und entspannenden Duft riechen? Merken Sie, wie Sie sich alleine beim Gedanken daran entspannen? Das ist eine der vielen Wirkungsweisen von ätherischen Ölen – körperliche und geistige Entspannung. Andere Öle sorgen für eine bessere Konzentration oder haben einen belebenden Effekt. Nicht umsonst wurde eine ganze Heilkunde um ätherische Öle herum entwickelt, die sogenannte Aroma-Therapie. Je nach Beschwerde oder Situation können andere Öle zur Linderung oder Verbesserung verwendet werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Ausgerechnet das, was von der Natur entwickelt wurde, um die Pflanzen vor Fressfeinden zu schützen, hat eine Menge gesundheitliche Wirkungen für den Menschen: die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Die bekanntesten davon sind die Gerbstoffe (Tannine), die Bitterstoffe (Flavonoide) und die Catechine.

Wie bereits erwähnt sind die Gerbstoffe unter anderem für den langsamen Koffeinabbau verantwortlich, haben jedoch oftmals auch eine beruhigende Auswirkung auf die Schleimhäute im Magen-Darm-Bereich sowie im Hals. Den unterschiedlichen Stoffen können jedoch allerlei positive Eigenschaften zugesprochen werden, deren genaue Aufzählung und Unterscheidung mehrere Jahre Studium in Anspruch nehmen könnte. Kurz zusammengefasst sind die Catechine vor allem gut, weil sie hier als Antioxidantien wirken und nicht nur vor oxidativem Stress und Zellverfall bewahren können, sondern auch antiviral, antibakteriell und antientzündliche Eigenschaften besitzen. In grünem Tee findet man den größten Anteil an Catechinen von allen Teesorten. Ob dies das Geheimnis der hohen Fitness vieler Asiaten im hohen Alter ist, lässt sich nur vermuten. Es könnte jedoch dazu beigetragen haben.

Loser Tee – ein Wort zum Schluss

Abschließend möchten wir Ihnen folgende Ansicht mit auf den Weg geben: Es ist unbestreitbar, dass Tee gesundheitsfördernde Eigenschaften hat. Tee wird seit Ewigkeiten als Unterstützung bei diversen Schwierigkeiten, zur Stärkung des Immunsystems sowie für das allgemeine Wohlbefinden empfohlen und verwendet. Dies trifft auf grünen und schwarzen Tee gleichermaßen zu wie auf allerlei Kräutertees, deren Wirkungen so vielfältig sind, wie es Kräuter gibt. Die meisten Erkenntnisse über die Nützlichkeit der Kräuter sind über jahrhundertelange Beobachtung entstanden und werden in der Alternativmedizin, Pflanzenheilkunde und auch als Großmütterchens Hausmittel häufig weiterempfohlen. Bisher sind die zahlreichen Wirkungen in der Wissenschaft jedoch nur ungenügend erforscht worden. Es ist ein mühsamer Prozess, Studien dazu durchzuführen, ob beispielsweise Baldrian wirklich beim Einschlafen oder Cayenne-Pfeffer bei Erkältung helfen kann. Das ist der Grund, weshalb alle Seiten Im Netz, die sich mit Kräutern, Tees und anderen potentiell gesundheitsfördernden Stoffen auseinandersetzen, keine definitiven Angaben machen dürfen. Es ist tatsächlich verboten, Heilversprechen auszudrücken, wenn man kein zertifizierter Arzt oder Heilpraktiker irgendeiner Art ist. Wir können Ihnen hier an dieser Stelle also nicht versprechen, dass sie durch das regelmäßige Trinken unserer Tees gesund werden. Aber wir können Ihnen versprechen, dass wir stets die bestmögliche Qualität und das bekömmlichste Aroma für Sie anstreben. Unser Ziel ist es, Ihnen Tee zum Genießen anzubieten.

Wählen Sie aus unserem riesigen Sortiment Ihre Lieblingsteesorten. Erstellen Sie sich zu Hause eine hübsche kleine Teeküche mit einer Auswahl köstlicher Tees von GAIWAN, ideal gelagert in unseren großen Teedosen aus Glas. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, täglich in Ruhe eine Tasse Tee zu trinken, ohne einen Gedanken an Arbeit oder etwaige Probleme zu verschwenden. Wenn wir Ihnen auch keine körperliche Gesundheit versprechen können – sich sorgfältig eine Auszeit vom alltäglichen Geschehen zu nehmen, nur Sie und ihre Tasse Tee, wird sich sicherlich positiv auf ihre Einstellung dem Leben gegenüber auswirken. Wir wünschen Ihnen nur das Beste.

Wohl bekomm’s.